Die natürlichen Klimaanlagen der Stadt: Wie es um Lindaus Brunnen steht

Der Brunnen am Paradiesplatz hat in diesem Jahr eine neue Beschichtung bekommen. Foto: Julia Baumann-Scheyer

Brunnen leisten einen wichtigen Beitrag fürs Mikroklima in einer Stadt: Beim Verdunsten entzieht Wasser der umgebenden Luft Wärme, darum ist es in ihrer Nähe immer etwas kühler. Sie wirken wie kleine, natürliche Klimaanlagen.

Und wer einen zusätzlichen Frischekick benötigt, der hält Handgelenke unters fließende Wasser oder steckt den Kopf unter die Düse. Im Lindauer Stadtgebiet gibt es 35 Brunnen. Die meisten stehen auf der Insel, aber auch in Bad Schachen, am Reutiner Rathaus oder am Kopernikusplatz in Zech finden sich solche städtischen Wasserquellen.

Viele von ihnen sind schon ziemlich alt, darum müssen immer wieder welche instandgesetzt werden.

Der Neptunbrunnen am Marktplatz, der Sternenbrunnen im Stadtgarten und die beiden Brunnen in der Fischergasse und am Paradiesplatz haben in diesem Jahr eine neue Beschichtung bekommen, wie Bettina Wind von der Pressestelle der Stadt auf unsere Nachfrage schreibt. Deswegen waren sie bis Anfang Juli vorübergehend abgeschaltet. Mittlerweile fließt dort wieder Wasser.

Geplante Trinkbrunnen sollen bis Jahresende kommen

„Der Stahlbrunnen am Brettermarkt ist wegen Korrosion undicht und muss saniert werden“, so Wind weiter. Das sei in der laufenden Saison nicht mehr möglich, darum bleibe der Brunnen vorerst außer Betrieb.

Die für die Sanierung erforderlichen Mittel sind laut Wind bereits im Haushalt der Stadt angemeldet. Ob der Brunnen letztlich tatsächlich saniert wird, entscheidet der Stadtrat im Rahmen der Haushaltsberatungen.

Noch nicht aufgebaut sind die neuen Trinkbrunnen, deren Beschaffung der Werkausschuss der Garten- und Tiefbaubetriebe vergangenes Jahr beschlossen hat. Sie sollen vor allem während Hitzeperioden sicherstellen, dass Trinkwasser zur Verfügung steht.

Die geplanten Trinkbrunnen sollen auch für Rollstuhlfahrer gut nutzbar sein, für Hunde soll eine Art Mulde modelliert werden, in der sich eine Pfütze bilden kann.

Drei der geplanten Trinkbrunnen – am Therese-von-Bayern-Platz, in der Maximilianstraße und am Skateplatz auf der Hinteren Insel – waren schon für dieses Jahr geplant. Aufgestellt worden sind sie bisher aber nicht. „Die Umsetzung erfolgt bis Ende des Jahres“, versichert Wind auf unsere Nachfrage.

2027 sollen dann drei weitere am Seehafen, dem Sins-Kinkelin-Platz und der Heidenmauer folgen. Wenn sich das Konzept bewährt, könnten ab 2028 an weiteren Standorten auf dem Festland Trinkbrunnen dazukommen, wie am Bahnhof Reutin, am Aeschacher Ufer oder am Wäsen.

An wenigen Stellen kann man sich auf der Insel bereits jetzt schon Trinkwasser zapfen: In der Maximilianstraße, aber zum Beispiel auch an der Heidenmauer gibt es Gelegenheiten.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Roland Rüd
    07.08.2026 20:46

    Brunnen und Trinkmöglichkeiten super schön gut und wichtig.
    Aber was ist mit der immer mehr werdenden Versigelung in der Stadt?? Hitzestau usw.
    Nur 2 Beispiele:
    Entlang des Kl. Sees wurde bis zu der Baumreihe komplett alles Versiegelt.
    Zwischen Parkhaus umd Inselhalle ebenfalls komplett, kein Baum, kein Begrünung, nur Beton!
    Am Samstagsmarkt war es die letzten Wochen für Kunden und Händler fast nicht auszuhalte.

    Liebe Grüße,

    Roland Rüd

  • Monika Schwendinger
    12.08.2026 19:15

    Kann ich dir nur Recht geben, ich geh in den Hofladen am Rehberg oder nach Bregenz auf den Markt, auch sonst wird jede Wiese zugebaut

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