Das Niedrigwasser am Bodensee macht sichtbar, was sonst verborgen bleibt: Vor Wasserburg, Nonnenhorn und Lindau treten Untiefen, Kiesbänke und Uferflächen hervor.
Der Nonnenstein bei Nonnenhorn ist deutlich besser zu erkennen, am Wäsen und am Giebelbach erstrecken sich weite Kiesflächen. Am Lindauer Leuchtturm ragen Holzpfähle aus dem Wasser, die normalerweise verborgen sind. Und im Hinterland zeugen vertrocknete Wiesen und Weiden von der anhaltenden Trockenheit.
Der Bodenseepegel ist aktuell besonders niedrig. Normalerweise steigt der Bodenseepegel ab April bis in den Juli hinein an, in diesem Jahr ist das aber kaum geschehen.
Das liegt zum einen an der Trockenheit, aber auch daran, dass im vergangenen Winter im Einzugsgebiet des Alpenrheins, Hauptzufluss des Bodensees, weniger Schnee lag als üblich – und die Schneeschmelze entsprechend gering ausfiel.
Auch der Regen der vergangenen Tage hat daran nichts geändert. Auswirkungen hatten die Niederschläge nur auf die Bäche: Die Pegelstände der Oberreitnauer Ach und der Leiblach sind in die Höhe geschnellt.