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Fledermäuse gibt es schon seit ungefähr 50 Millionen Jahren. Mehr als 1400 Fledermausarten existieren weltweit, 25 davon sind bei uns in Deutschland heimisch, teilt die Kreisgruppe Lindau des Bund Naturschutz (BN) mit. Diese und viele andere Informationen erhielten die knapp 60 Kinder und Erwachsenen bei der jährlichen „Bat-Night“ in Lindau und Lindenberg.
Die Kreisgruppe des Bund Naturschutz hatte dazu eingeladen. Besonders beeindruckend sei der Auftritt zweier flugunfähiger Fledermäuse gewesen, die aus der Auffangstation von Doris Hoz stammten. Hoz hatte sie mitgebracht und so konnten die Teilnehmenden die beiden nur wenige Gramm schweren Schützlinge – Heike und Flora – aus nächster Nähe beobachten.
Mit einem Bat-Detektor machte Fledermausexperte Rudolf Zahner anschließend die für Menschen sonst unhörbaren Rufe der Fledermäuse hörbar, heißt es weiter. Dadurch war es möglich, die Säugetiere bei ihren nächtlichen Aktivitäten zu beobachten und mehr über ihr Verhalten zu erfahren.
Zahner berichtete auch über die Bedrohungen, denen Fledermäuse ausgesetzt sind. Dazu gehört etwa die zunehmende Trockenheit.
Denn Fledermäuse haben eine relativ kleine Körpermasse und können bei hohen Temperaturen schnell sehr warm werden. Außerdem verlieren sie durch die Hitze viel Flüssigkeit. Wenn gleichzeitig Wasserstellen fehlen, besteht Austrocknungsgefahr.
Fazit der Bat Nights: Jede und jeder kann dazu beitragen, dass Fledermäuse auch in Zukunft in der Region zu Hause sind. Futter und Unterschlupf sind hier die wichtigsten Faktoren. „Wo Insekten sind, sind auch Fledermäuse, da sie hier jagen können“, fasste Rudolf Zahner knapp zusammen. Unterschlupf bieten etwa alte Bäume, Fledermauskästen oder einfache Spalten an Gebäuden.



