Ein außergewöhnliches Erlebnis hatten die 75 Passagiere, die am Samstagabend an Bord der MS Zürich unterwegs waren. Weil das Schiff eine Panne hatte, mussten sie mitten auf dem Bodensee auf ein anderes Boot umsteigen.
Etwa gegen 17.30 Uhr und rund drei Kilometer vor der Landestelle Wasserburg fielen die Motoren des Schiffs aus, wie Remo Stevanon, Sprecher der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt AG, auf unsere Nachfrage schreibt.
„Es trat ein Defekt an einer Kraftstoffpumpe auf, sodass die Motoren (samt Generatoren) nicht mehr mit Diesel versorgt wurden.“
Weil die MS Zürich nicht mehr aus eigener Kraft die Landestelle anlaufen konnte, wurden die Passagiere kurzerhand auf die MS Austria verladen. Dafür wurden die Schiffe aneinandergekoppelt und über einen kleinen Holzsteg verbunden. Eine Vorgehensweise, die laut Stevanon bei solchen Pannen üblich ist.
Er betont, dass das Manöver ruhig und zielgerichtet abgelaufen sei „und zu jedem Zeitpunkt die Sicherheit vollumfänglich gewahrt wurde“.
Die MS Zürich ist übrigens längst wieder auf dem Bodensee unterwegs. Noch in der Nacht auf Sonntag sei der Defekt an dem Schiff vom Werftteam behoben worden, so Stevanon. „Die MS Zürich konnte am Sonntag wieder wie gewohnt im Kursverkehr im Dreiländereck eingesetzt werden.“
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