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Die beiden Lindauer Schwimmer Fritz Ilgen und Alfred Seeger sind von der Masters-Europameisterschaft in der Slowakei zurück – und haben jede Menge Medaillen im Gepäck.
„Es war eine tolle Woche“, sagt der 86-jährige Alfred Seeger im Gespräch mit Kolumna. Nicht nur wegen der erfolgreichen Wettkämpfe. Auch das Wiedersehen und der Austausch mit Schwimmerinnen und Schwimmern aus ganz Europa sowie die besondere Atmosphäre machten die Tage in Šamorín zu einem besonderen Erlebnis.
Mehr als 2000 Schwimmerinnen und Schwimmer messen sich bei der Masters-EM in verschiedenen Disziplinen. Seeger und der 93-jährige Fritz Ilgen vertraten dort in der vergangenen Woche die Schwimmer des TSV Lindau.
Ilgen holte zwei Goldmedaillen: über 50 und 100 Meter Rücken. In seiner Altersklasse war er zwar jeweils der einzige Starter. Seine Zeiten waren allerdings so schnell, dass er damit die bislang besten Zeiten seiner Altersklasse bei einer Masters-Europameisterschaft schwamm (Championship Record).
Das gelang auch Alfred Seeger in zwei seiner zehn Wettkämpfe – über 200 Meter Lagen und 100 Meter Freistil. Insgesamt kehrte er mit vier Gold-, vier Silber- und einer Bronzemedaille nach Lindau zurück.
Dass er bei einigen Wettkämpfen ohne Konkurrenz in seiner Altersklasse antrat, ist für Seeger allerdings nicht unbedingt ein Vorteil. „Das ist immer viel schöner“, sagt er, wenn mehrere Schwimmer um die Platzierungen kämpfen.
Besonders knapp wurde es für ihn über 200 Meter Freistil. Bis 150 Meter lag Seeger noch vorne, musste sich am Ende aber geschlagen geben. Auch über 400 Meter Lagen wurde es spannend: Im Laufe des Rennens kamen die Konkurrenten näher und zogen im Freistil an ihm vorbei. Hier könnt ihr die Ergebnisse der Masters-EM nachschauen.
Über 200 Metern Schmetterling beendete Seeger den Wettkampf vorzeitig. „Ich habe aufgehört, weil ich gemerkt habe, dass mir die Kraft fehlt“, sagt er.
Für Ilgen und Seeger gilt nun: Nach der Europameisterschaft ist vor dem nächsten großen Wettkampf. Beide wollen auch im kommenden Jahr wieder bei einer internationalen Meisterschaft an den Start gehen. Dann geht es zur Weltmeisterschaft nach Budapest. Zuvor steht noch die Kurzbahnmeisterschaft auf dem Programm. Sie findet in einigen Monaten in Berlin statt.



