Bei Kolumna wollen wir uns um die Themen kümmern, die dir wichtig sind. Schicke uns deine Anregungen oder Recherche-Hinweise über unseren Briefkasten, den wir extra dafür eingerichtet haben.
Bodolz ist in Sachen neue Kita einen Riesenschritt weiter. Nachdem der Bodolzer Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung den Plänen zugestimmt hat, kann die Gemeinde nun den Bauantrag für ihre neue Kita im Bodolzer Ortskern beim Landratsamt Lindau einreichen. Zudem sind jetzt auch die aktuellen Kosten bekannt. Diese liegen bei knapp zehn Millionen Euro.
Die neue Kita nimmt immer konkretere Formen an. Auf seiner jüngsten Sitzung hat der Bodolzer Gemeinderat noch einigen Änderungen zugestimmt. Dabei handelte es sich um eine „Optimierung der Planung“, wie Architekt Georg Schmitz von GMS Architekten erklärte. Geändert hätten sich ein paar Kleinigkeiten, die das Aussehen des Gebäudes nicht betreffen.
Kleine Änderungen bei den Plänen
Neu ist etwa, dass das zentrale Treppenhaus optimiert wurde, wodurch mehr Licht einfalle und es heller werde. Wegen des Brandschutzes werde das gesamte Gebäude zudem drei Meter länger. Außerdem wurde die Technik optimiert. Dadurch ließen sich sämtliche technischen Vorrichtungen im Dachgeschoss unterbringen. Die Gruppenräume des Obergeschosses bleiben aber wie geplant nach oben hin geöffnet.
Auch im Außenbereich wird es kleine Veränderungen geben. So soll der Geräte- und Spieleschuppen an neuer Stelle platziert werden. Und zwar soll er Teil des Spielzauns werden, der den Bereich der Kindergartenkinder von dem der Krippenkinder trennt. Der Zugang ist dann von beiden Seiten möglich. Bisher war er im Bereich der Krippenkinder angesiedelt gewesen, was bedeutet hätte, dass die Kindergartenkinder immer durch den Bereich der Kleinen hätten gehen müssen, um sich ihr Bobbycar oder ein anderes Spielzeug zu holen.
Auf dem Vorplatz hingegen bleibt alles beim Alten. Zwischen dem Gasthof Koeberle und der neuen Kita soll ein neuer Platz entstehen. Ein Pavillon, der sich in seinem Aussehen nach der Kita richtet, soll als Unterstellmöglichkeit für Kinderwägen und Fahrräder dienen. Bei Festen können von dort aus Getränke ausgeschenkt werden.
Vorplatz soll von Bodolzerinnen und Bodolzern mitgestaltet werden
Auf dem Vorplatz ist derzeit noch ein Findling vorgesehen, um den die Autos zum Wenden herumfahren müssen. Hier sei, so sagte Georg Schmitz auf Nachfrage von Ratsmitglied Andy Durrer (UBB), „Kunst am Bau“ angedacht. Genaues sei jedoch nicht definiert. „Da wollen wir die Bürger mitnehmen“, ergänzte Bürgermeister Felix Eisenbach. „Der Vorplatz bietet einen Mehrwert für die ganze Gemeinde“, war sich der Architekt sicher.
Das will sich Bodolz auch etwas kosten lassen. Für den Vorplatz sind 550.000 Euro veranschlagt. Das Kita-Gebäude selbst soll nach aktuellen Kostenberechnungen 9,28 Millionen Euro kosten. Mindestens drei Millionen Euro, so rechnete Bürgermeister Felix Eisenbach vor, sind über diverse Fördergelder finanziert. Weitere 3,6 Millionen Euro nimmt Bodolz aus den Rücklagen. Für die restlichen drei Millionen Euro will die Gemeinde einen Kredit aufnehmen.
Mit der Einreichung des Bauantrags macht Bodolz übrigens eine Punktlandung. Bis August erwartet die Gemeinde eine positive Antwort vom Landratsamt. Danach sollen die Ausschreibungen beginnen.



