Große Suchaktion auf dem Bodensee – doch es musste wohl gar niemand gerettet werden

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Lindau
Die Kreiswasserwacht Lindau hat die Einsatzleitung auf bayerischem Gebiet übernommen. Foto: Wasserwacht Lindau

Gleich mehrere Notrufe gehen am Samstagabend ein. Die Polizei löst internationalen Seenotalarm aus, Rettungskräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz suchen stundenlang. In der Nacht brechen sie die Suche ab.

Mehrere Stunden lang hat am Samstagabend ein großer Sucheinsatz auf dem Bodensee vor Bad Schachen gedauert, nachdem internationaler Seenotalarm ausgelöst worden war.

„Mehrere Personen hatten bei auffrischendem Wind, leichtem Regen und zunehmendem Wellengang unabhängig voneinander ein kleines Boot beziehungsweise ein Stand-Up-Paddle-Board auf dem See beobachtet und sich wegen der vermeintlichen Notlage Sorgen gemacht“, schreibt die Lindauer Wasserwacht.

Laut Lindauer Polizei sind mehrere Mitteilungen eingegangen, wonach im Bereich der Lindauer Insel zwei Personen von einem SUP-Board ins Wasser gestürzt seien.

„Zu diesem Zeitpunkt herrschte über dem Bodensee stürmisches Wetter“, schreibt die Lindauer Polizei. „Daher musste davon ausgegangen werden, dass sich die beiden Personen in Lebensgefahr befanden.“

Die Polizeiinspektion Lindau habe daraufhin internationalen Seenotalarm ausgelöst.

Weder SUP-Board noch Personen gefunden

Wasserrettungskräfte von Wasserwacht und Polizei aus Bayern, Baden-Württemberg, Österreich und der Schweiz wurden alarmiert. Einsatzzentrale war in Lindau, Einsatzleiter war Thomas Freitag von der Lindauer Wasserwacht.

In Suchketten und Rasterabschnitten suchten rund 15 Einsatzboote, geführt vom Rettungsboot „Seewolf“ der Lindauer Wasserwacht, den See im betreffenden Gebiet ab. Besonders der Bereich zwischen der Lindauer Insel und Wasserburg wurde intensiv kontrolliert. 

Allerdings fanden die Einsatzkräfte weder ein SUP-Board noch Personen im Wasser. „Auch weitere Hinweise auf ein Unglück, wie etwa Meldungen über vermisste Personen, ergaben sich nicht“, so die Polizei. Gegen 23.30 Uhr wurde die Suche schließlich beendet.

„Es wird davon ausgegangen, dass die beiden Personen das Ufer selbstständig erreichen konnten“, schreibt die Polizei in ihrem Bericht. Weitere Suchaktionen sind nicht geplant.

„Es ist absolut richtig, lieber einmal zu früh als einmal zu spät den Notruf zu wählen, wenn man sich wegen einer möglichen Notlage Sorgen macht“, sagt Einsatzleiter Thomas Freitag.

Wichtig sei dabei: Wenn möglich, sollte man das beobachtete Boot oder die Person weiter im Blick behalten und den Einsatzkräften den aktuellen Standort und die Bewegungsrichtung mitteilen. Das kann bei einer Suche entscheidend sein.

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