Mehr als 170 Kolumna-Leserinnen und -Leser haben bei unserer Umfrage mitgemacht – das Ergebnis ist ziemlich eindeutig.
Bringen wir weiterhin den gelben Sack zum Wertstoffhof – oder braucht es eine gelbe Tonne, die an der Haustür abgeholt wird? Diese Frage haben wir euch gestellt, nachdem ein Kolumna-Leser das Thema an uns herangetragen hat.
Mehr als die Hälfte der 177 Kolumna-Leserinnen und -Leser, die bei unserer Umfrage mitgemacht haben, stimmte für die Gelbe Tonne (109).
36 Menschen finden es okay, weiterhin den Kunststoffmüll zum Wertstoffhof oder zu einem Container zu bringen.
Screenshot: Mailchimp
Argumente für die gelbe Tonne
Als Argument für die Gelbe Tonne nennen viele Leserinnen und Leser vor allem die zusätzlichen Anfahrten zum Wertstoffhof.
„Nicht jede*r hat ein Auto zur Verfügung“, schreibt jemand. Hinten auf dem Fahrrad sei ein „voller gelber Sack nicht so einfach zu transportieren.“
„Für alte oder gehbehinderte Menschen ist es nicht möglich, zum Wertstoffhof zu kommen“.
Viele argumentieren mit dem Umweltaspekt. „Tausende Fahrten würden entfallen“, schreibt ein Kolumnen-Leser. Jemand anderes findet: „Ein großes Auto das rumfährt, ist doch viel wirtschaftlicher und ökologischer als viele kleine, die durch die ganze Stadt müssen“
Jemand anderes findet es einen „Anachronismus“, gespülte Joghurtbecher meist mit einem „spritfressenden Auto zum Wertstoffhof zu bringen“. Der Energieaufwand für die Entsorgung sei deutlich höher als der Nutzen durch die Wiederverwertung.
Argumente für den gelben Sack
Nicht alle sehen die Fahrt zum Wertstoffhof als zusätzliche Belastung. Eine Leserin argumentiert: „Wir verbinden die Abgabe nicht nur mit den anderen gesammelten Verpackungen, Karton, Papier, Glas etc. sondern auch mit anderen Erledigungen.“ Das schreiben auch andere.
Einige Leserinnen und Leser halten eine weitere Tonne neben den bereits vorhandenen Behältern für Papier, Restmüll und Biomüll zudem schlicht für zu viel. „Es funktioniert in Lindau. Außerdem würde der Platz vor dem Haus fehlen“, schreibt jemand.
Andere argumentieren, dass die Gelbe Tonne für Mieter zusätzliche Kosten für das Herausstellen und wieder Zurückstellen des Hausmeisterservice sorge. Auch die Abfallgebühren würden mit der Tonne steigen.
Was sagt der Entsorger?
Der Entsorger „Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten“ (ZAK) möchte am aktuellen Bringsystem festhalten.
Eines seiner Argumenten dafür ist: Die gelben Säcke könnten auf dem Wertstoffhof von Mitarbeitenden kontrolliert werden.
Eine Leserin hält diesen Grund für vorgeschoben. Oft sei niemand an der Abgabestelle. „Man wirft seinen Sack einfach auf den Riesenhaufen, der dort schon liegt“, schreibt sie.
Einen ausführlichen Artikel zu dem Thema findet ihr hier.
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