Was brennt euch auf der Seele? Das haben wir in Nonnenhorn gefragt. Besonders häufig genannt wurde das Thema „Spielplatz“ – für einige Leserinnen besteht Verbesserungsbedarf. Was sagt Bürgermeister Tobias Pellot dazu?
Nonnenhorn hat nur einen Spielplatz, nämlich den am Tennisplatz. Auf dem großen Areal mit alten, schattenspendenden Bäumen sind Spiel- und Spaßmöglichkeiten für verschiedene Altersgruppen zu finden.
Zum Angebot gehören unter anderem eine Wippe, eine Nestschaukel, eine kleine und eine große Rutsche, eine Kletterwand und ein Spielhaus. Auch ein Karussell und ein Balancierbalken laden zum Spielen ein. Wer es etwas actionreicher mag, kann mit dem Flying Fox über den Spielplatz sausen. Außerdem gibt es eine Hängebrücke und weitere Rutschen. Auch Volleyball und Fußball können auf dem weitläufigen Gelände gespielt werden.
Der Spielplatz sei deutlich in die Jahre gekommen, schreibt uns eine Kolumna-Leserin. „Einige Spielgeräte sind teilweise defekt oder reparaturbedürftig, beispielsweise an der Rutsche.“ Eine andere Leserin wünscht sich ein „Spielplatz-Update“.
In einer weiteren Zuschrift wird kritisiert, dass der Spielplatz seit vielen Jahren unverändert sei. „Die Kinder spielen also wie wir vor zig Jahren auf unserem alten Spieli am Tennisplatz. Der ist zwar schön groß, aber Highlights gibt’s da wenige.“
Tobias Pellot versteht Kritikpunkte nicht
Diese Kritik kann Bürgermeister Tobias Pellot nicht nachvollziehen. „Eigentlich ist da viel geboten“, findet er und spricht die zahlreichen Spielgeräte an. Nach der Anfrage von Kolumna habe er sogar sämtliche Rutschen selbst getestet.
„Ich konnte nicht feststellen, dass da was kaputt ist“, sagt er und verweist auf den Umstand, dass grundsätzlich alle Spielgeräte in regelmäßigen Abständen vom TÜV geprüft würden.
Drei Frauen, die sich an Kolumna gewandt haben, wünschen sich zudem mehr Spielmöglichkeiten im Ort. „Schön wären zusätzliche, kleinere Spielangebote direkt am See oder im Bereich des Hafens, die sowohl von Einheimischen als auch von Urlauberkindern genutzt werden könnten“, schlägt eine von ihnen vor.
Eine andere Leserin regt einen „zweiten Spielplatz, vor allem für Kleinkinder“, an. Standorte könnten am Landungssteg oder im Park beim Rathaus sein.
Sie versteht nicht, wieso „ein Auto, das auch im Dorfmuseum stehen könnte, ein Glashaus dort bekommt und der restliche Park komplett unbenutzbar für Groß und Klein ist“. Sie spricht damit den Narrenbenz an.
Der Bürgermeister sieht da im Moment „keine Möglichkeiten“ für einen Spielplatz. Das vorgeschlagene Gelände am See sei zum einen Kurpark, zum anderen Festgelände. „Ich bin mir nicht sicher, ob da überhaupt Platz wäre.“
Grundsätzlich verweist der Bürgermeister auf die klamme Gemeindekasse. Nonnenhorn muss seit Jahren an allen Ecken und Enden sparen. Bedauerlicherweise sei kein Geld da, schon gar nicht für große Anschaffungen.
Einige Standorte kommen nicht infrage
Der Platz gegenüber vom Rathaus komme wohl auch nicht infrage, weil dieser im Zuge der Dorferneuerung geschaffen wurde und es dafür Fördergelder gegeben habe, die wiederum plangebunden waren. Da müsse erst abgewartet werden, bis diese Förderbindung ausgelaufen sei, sagt er.
Ein guter Standort für einen weiteren richtigen Spielplatz ist nach Ansicht einer Leserin das Gebiet „im Ängerle“. „Es wohnen dort aktuell sehr viele Kinder. Für diese Altersgruppe gibt es bislang nur wenige Möglichkeiten, sodass die Kinder auf der Straße spielen.“
Wie sie erinnert auch eine andere Frau daran, dass ursprünglich ein Spielplatz im Bebauungsplan vorgesehen gewesen sei, aber nie umgesetzt wurde.
„Das ist richtig. Da ist nichts draus geworden“, bestätigt Tobias Pellot. Die Frage nach dem „Warum“ kann er nicht beantworten, weil dies vor seiner Zeit als Bürgermeister so beschlossen wurde. Er vermutet allerdings, dass der Grund gewesen sein könnte, dass Nonnenhorn ja schon einen großen Spielplatz habe.
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