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Die neue Kita, die Seniorenarbeit, Schaukästen, die kommunale Wärmeplanung, Obdachlosigkeit und die Kommunalwahlen – das sind einige der Themen, die die Bodolzerinnen und Bodolzer bewegen. Klar wurde das bei der Bürgerversammlung im Koeberle mit knapp 100 Bürgerinnen und Bürgern.
Sollen die Schaukästen bleiben oder nicht?
Zehn Schaukästen, verteilt über das gesamte Gemeindegebiet, informieren die Bodolzerinnen und Bodolzer über aktuelle Nachrichten und Beschlüsse aus dem Rathaus. Einige sind aber marode. Bürgermeister Felix Eisenbach hatte auf der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgeschlagen, die kaputten Tafeln ersatzlos wegzunehmen und die Bekanntmachungen auch ins Internet zu stellen. Der Gemeinderat schlug damals vor, die Bodolzerinnen und Bodolzer bei der Bürgerversammlung danach zu fragen.
Die Antworten dazu fielen unterschiedlich aus. Ganz weghaben will die Kästen allerdings niemand. Sie sollten zumindest dort erhalten blieben, wo viele Menschen vorbeikommen, finden einige. So mancher gab zu, seit vielen Jahren in Bodolz zu wohnen, aber erst „zwei Mal“ einen Blick auf die Bekanntmachungen der Gemeinde geworfen zu haben. Als Eisenbach fragte, wer in den Schaukasten lese, hoben so gut wie alle Bürgerinnen und Bürger die Hand.
Bürgermeister und Gemeinderat nehmen diese Tendenz mit und werden in einer der nächsten Sitzungen eine Entscheidung treffen.
Wie ist der Stand bei der neuen Kita?
Ein Thema, das die Bodolzerinnen und Bodolzer aktuell bewegt und auch noch die nächsten Jahre beschäftigen wird, ist die neue Kita. Bürgermeister Felix Eisenbach wird erst in der nächsten Gemeinderatssitzung die neuen Pläne vorstellen.
Trotzdem gab es auf der Bürgerversammlung dazu mehrere Wortmeldungen. Ein Bürger wollte in einer schriftlichen Anfrage wissen, was die neue Kita die Gemeinde jährlich kosten werde. „Man kann es nicht genau sagen“, antwortete Eisenbach. Er erklärte aber, dass die Personalkosten mit zwischen 70 und 80 Prozent einen Löwenanteil der laufenden Kosten ausmachen werden.
Was die Energiekosten betreffen, wolle die Gemeinde mit einer Geothermie-Wärmepumpe und einer Photovoltaik-Anlage unabhängig von fremden Energiequellen sein.
Sind die Räume für die Grundschulbetreuung gesichert?
Ein Bürger wollte wissen, was passiert, wenn die neue Kita bis 2026 nicht fertig sei und dann keine Grundschulbetreuung im alten Kindergarten stattfinden könne. Darüber will sich der Bürgermeister jetzt noch keine Gedanken machen. Aber sobald der Terminplan erstellt sei, werde er Vorschläge für etwaige Interimslösungen machen.
Was wird eigentlich für Seniorinnen und Senioren getan?
Ein anderer Bürger wollte wissen, wie viele Millionen Euro die Gemeinde für die Senioren einsetze, seien diese – im Vergleich zu den Kindern – doch die größere Einwohnergruppe. „Diese beiden Themen kann man nicht miteinander vergleichen. Ich möchte ungern beide Themen gegeneinander ausspielen“, sagte Eisenbach und betonte, dass die Gemeinde auch „sehr viel“ für die ältere Gesellschaft tue.
Er verwies auf die Aktionen der Seniorenbewegung „Fit und aktiv“, die von der Gemeinde unterstützt wird.
Der Bürgermeister hatte zuvor erklärt, dass von den rund 3050 Einwohnerinnen und Einwohnern etwa 770 älter als 65 Jahre und 155 jünger als sechs Jahre sind.
Felix Eisenbach will wieder als Bürgermeisterkandidat antreten
Angesichts der Kommunalwahlen, die im März nächsten Jahres stattfinden, sagte Eisenbach, dass er nach vier Jahren Amtszeit gerne noch weiter Bürgermeister von Bodolz bleiben möchte. „Ich biete mich gern den Gruppierungen an, mich aufzustellen. Das wäre für mich eine Ehre.“
Wie ist der Stand bei der kommunalen Wärmeplanung in Bodolz?
Ein Bürger erkundigte sich, ob es eine kommunale Wärmeplanung geben werde. Laut Eisenbach sei für jede Kommune ein Konzept erstellt worden. Darin stehe, was die Gemeinde machen und welchen Energieträger sie nutzen könne. Dieses Konzept erhalte Bodolz in den nächsten zwei Wochen. Im Austausch sei die Gemeinde auch mit den Stadtwerken und den benachbarten Kommunen.
Wohnmobilstellplatz in Wasserburg betrifft auch Bodolz
„Am Ball“ bleiben will der Bürgermeister in Sachen Sondergebiet Wohnmobilstellplatz und Reitsportzentrum in Reutenen. Das sei zwar eine Wasserburger Angelegenheit, werde aber zur Bodolzer Sache, weil „der Weg wird über Bodolz führt“, so Eisenbach.
Ein Wasserburger plant auf seinem Hof eine neue Reitsportanlage, Pferdeställe und Reithalle zu bauen. Daneben soll ein Stellplatz für Wohnmobile entstehen. Allerdings gibt es an den Plänen auch Kritik.
Obdachlosigkeit könnte zum Problem werden
Ein Thema, von dem der Bürgermeister fürchtet, dass es in den nächsten Jahren verstärkt auf die Gemeinde zukommt, ist die Obdachlosigkeit. „Immer mehr Bürgern wird wegen Eigenbedarf gekündigt.“ Eine neue Wohnung zu finden sei schwer. Die Gemeinde hat einen Wohncontainer, in dem sie übergangsweise Bodolzerinnen und Bodolzer ohne Wohnung unterbringt.



