Das 61. Lindauer Oktoberfest bietet am kommenden Wochenende wieder ein vielfältiges Programm. Dahinter steckt vor allem eines: jede Menge ehrenamtliche Arbeit.
Wenn Anfang September im großen Festzelt die ersten Takte erklingen, Maßkrüge über die Tische wandern und draußen im beleuchteten Obstgarten die Lichter angehen, dann ist in Lindau wieder Oktoberfest. Vom 4. bis 6. September lädt der Musikverein Lindau-Aeschach/Hoyren auf dem Parkplatz am Valentin-Heider-Gymnasium dazu ein – mit einer Mischung, die sich über die Jahre bewährt hat: Blasmusik und Party, Wies’n-Schmankerl und Vergnügungspark, lange Abende und ein Sonntag für die ganze Familie.
Eine kleine Besonderheit gehört ebenfalls dazu: In Lindau fließt bereits das Münchner Oktoberfestbier aus den Fässern, bevor die Wiesn in München überhaupt begonnen hat.
Der Freitag beginnt traditionell als „Abend der Betriebe“, ist aber längst kein geschlossener Firmenabend. Ab 16.30 Uhr spielen die Original Ibrigen, um 18.30 Uhr folgen der Musikverein Sigmarszell und die Böllerschützen. Mit Festeinzug und Fassanstich um 19 Uhr ist das Oktoberfest dann auch offiziell eröffnet.
Spätestens ab 19.30 Uhr verändert sich der Takt: Bavaria 5 übernimmt die Bühne und aus dem eher traditionellen Auftakt wird eine Partynacht.
Überschäumend gute und ausgelassene Stimmung herrschte an beiden Partyabenden des Lindauer Oktoberfestes – nicht nur auf der Tanzfläche. Foto: Susi Donner
Am Samstag funktioniert dieser Wechsel ähnlich. Zunächst spielt ab 16.30 Uhr der Musikverein Ettenkirch, ab 20 Uhr gehört die Bühne VolXXBeat. Der Abend richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren. Wer mit einer größeren Runde kommen möchte, kann vorab einen Tisch reservieren.
Zwischendurch bleibt genug Gelegenheit für eine Runde durch den Vergnügungspark oder für eine Pause im Obstgarten. Und natürlich spielt auch das Essen eine Rolle: An allen drei Tagen stehen klassische Wies’n-Schmankerl ebenso auf der Karte wie neu interpretierte Gerichte.
Aus Partynacht wird Familientag
Am Sonntag zeigt das Fest dann ein anderes Gesicht. Ab 11.30 Uhr begleitet der Musikverein Obereschach den Frühschoppen und Mittagstisch, der Eintritt ist frei. Um 13 Uhr beginnt der Wettbewerb um den Lindauer Schützenkönig.
Ab 14 Uhr rücken die jüngsten Besucher in den Mittelpunkt. Rund um das Festgelände gibt es Spiel- und Mitmachangebote, während ab 15 Uhr der Musikverein Oberuhldingen für die musikalische Begleitung sorgt. Um 18 Uhr wird schließlich bekannt gegeben, wer in diesem Jahr Lindauer Schützenkönig oder Schützenkönigin wird. Gegen 19 Uhr endet das Fest.
Drei Festtage, viele Wochen Arbeit
Dass Besucher an diesem Wochenende einfach ins Zelt kommen und feiern können, ist für den Musikverein alles andere als selbstverständlich. Hinter den drei Festtagen stecken Wochen der Vorbereitung. Es muss geplant, organisiert und aufgebaut werden, während des Festes werden Theken, Küche und viele weitere Bereiche von zahlreichen Helferinnen und Helfern besetzt.
Das Oktoberfest ist damit nicht nur ein großes Lindauer Fest, sondern auch ein wichtiger Baustein für die Vereinsarbeit. Ein Teil des Erlöses fließt in die musikalische Arbeit und besonders in den Nachwuchs. Der Musikverein stellt Instrumente an Schulen vor, bietet Kindern Möglichkeiten zum Schnuppern und veranstaltet in den Herbstferien ein Musikcamp.
Vielleicht ist es gerade diese Mischung, die den Charakter des Lindauer Oktoberfestes ausmacht: Am Freitag sitzen Kollegen neben Freundesgruppen, am Samstag wird bis in den Abend gefeiert, am Sonntag übernehmen Familien und Kinder das Gelände. Und mittendrin steht ein Musikverein, der nicht nur drei Tage lang für Unterhaltung sorgt, sondern mit dem Fest auch dafür arbeitet, dass die Blasmusik in Lindau eine Zukunft hat.
Tischreservierungen, insbesondere für den Samstagabend, sowie weitere Informationen gibt es hier.
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